Mediationsphasen bei Erb-Zukunft

Die Mediation ist ein anerkanntes Verfahren, das in hochstrittigen Konflikten die Konfliktparteien zu einer einvernehmlichen Lösung führen soll. In der Literatur werden in der Regel 5 Phasen genannt. Erbmediation verlangt unserer Meinung nach aufgrund der Komplexität allerdings eine genauere Differenzierung. Für die grün gekennzeichneten Phasen entstehen Ihnen keine Kosten durch Erb-Zukunft. Eventuell entstehen Ihnen hier Kosten durch von Ihnen beauftragte Dritte.

 

Ein Mediation-Modell von Erb-Zukunft besteht aus 6 Phasen und einer Vor- und einer Nachphase. Nicht jede Phase braucht eine separate Mediationssitzung. Je nach Umfang der Themen können mehrere Phasen auch in einer einzigen Sitzung abgearbeitet werden.

 

Vorphase:    Kennenlernen, Vertrauen aufbauen, Arbeitsgrundlage schaffen (unverbindlich)

 

Phase I:        Klärung des Anliegens, verbindliche Vereinbarungen treffen

 

Phase II:        Bestandsaufnahme: Ermittlung der Themen, über die gesprochen werden soll

 

Phase III:       Umfassendes Verständnis der Konflikte erarbeiten, Ermittlung der Interessen hinter den Positionen

Phase IV:        Lösungsraum erarbeiten, Lösungsalternativen besprechen und bewerten

 

Phase V:         Überprüfung der erarbeitete Lösungen in der Realität (jeder Mediant für sich   außerhalb der Mediationssitzungen, ggfs. externe Rechtsberatungen)

Phase VI:        Ergebnisse der Realitätsprüfung besprechen, Gestaltungsphase, schriftliche Schlussvereinbarung. Hier endet die Mediation durch Erb-Zukunft in der Regel.

 

Nachphase:    Anwaltliche bzw. notarielle Überprüfung der Schlussvereinbarung und Unterschrift

 

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Vorphase:  Arbeitsbündnis schaffen, erste Erörterung des Anliegens

In dieser Vorphase geht es zunächst um eine unverbindliche Kontaktaufnahme und um ein gegenseitiges Kennenlernen. Es geht um die Frage, ist man sich sympathisch, will man zusammen arbeiten, kann man Vertrauen aufbauen, stimmt die Chemie.

Ein prinzipielles Vertrauen ist eine wichtige Voraussetzung für den späteren Mediationsprozess.

Man bespricht bereits hier in groben Zügen, worum es in der Mediation gehen soll. Gemeinsam wird erörtert, ob eine Präsenz-Mediation das geeignete Verfahren für den vorliegenden Konflikt ist. Vielleicht wünschen die Streitparteien keinen persönlichen Kontakt und eine Pendel-Mediation ist das bessere Verfahren.

 

Phase I:  Verbindliche Vereinbarungen treffen

Haben sich alle Medianten zu einer Präsenz-Mediation entschieden, werden verbindliche vertragliche Vereinbarungen getroffen, wer an der Mediation teilnimmt und welche konkreten Umgangs- und Verfahrensregeln festgelegt werden (Link: Mustervertrag von Erb-Zukunft). Der Mediationsvertrag wird gemeinsam besprochen und gestaltet. Erb-Zukunft verschriftlicht die gemeinsam getroffenen Vereinbarungen und sendet diese den MediantInnen in Vertragsform zu. Erst wenn dieser Vertrag von allen unterschrieben wurde, beginnt Phase II mit der nächsten Sitzung.

 

Phase II:  Bestandsaufnahme, Ermittlung der zu besprechenden Themen

Hier geht es nun um die Darstellung der konkreten Themen, die besprochen werden sollen. Jede/r Mediant/in bekommt die Gelegenheit, den Konflikt aus ihrer /seiner Sicht zu schildern und die Themen zu benennen, die sie/ er mit den anderen Konfliktparteien besprechen und klären möchte.

Es wird in dieser Phase eine Themenliste erstellt, wo alle eingebrachten Themen mit einem Stichwort aufgeführt werden. Diese Themenliste wird gemeinsam in eine Prioritätenordnung gebracht, die im folgenden Verlauf gemeinsam abgearbeitet wird. Diese Liste kann im weiteren Verlauf sowohl ergänzt als auch umstrukturiert werden.

 

Phase III:  Bearbeiten der Konfliktfelder, Ermittlung der Interessen hinter den Positionen

Nun wird Punkt für Punkt besprochen und die tieferen Interessen hinter den einzelnen Positionen erörtert. Dadurch wechseln sich Phase III und Phase IV im Folgenden für jedes einzelne Thema (Listenpunkt) der zu anfangs erstellten Liste stetig ab.

Beispiel: Es geht um das Elternhaus von drei Geschwistern. Zwei möchten das Elternhaus verkaufen und den Erlös teilen. Eine Schwester kann sich das nicht vorstellen, weil sie dem Elternhaus einen höheren ideellen Wert beimisst als ihre Geschwister. Sie schildert nun, welche Bedeutung das Elternhaus für sie persönlich hat und warum sie es nicht verkaufen will.

Durch ihre Schilderung ändert sich möglicher Weise die Sicht der beiden anderen Geschwister.

 

Phase IV:  Lösungsraum erarbeiten, Lösungsalternativen besprechen und bewerten

Die Geschwister können verschiedene Möglichkeiten besprechen, um das Elternhaus  in Familienbesitz zu halten, ohne dass den beiden anderen Geschwistern dadurch Nachteile entstehen. Denkbar wäre z. B. eine Vermietung, um die Mieteinnahmen entsprechend untereinander aufzuteilen.  Vielleicht ist es der einen Schwester aber auch möglich, ihre Geschwister auszubezahlen. Vielleicht verfügt sie jedoch auch über einen anderen Gegenwert, den sie zum Tausch anbieten könnte, der für die beiden anderen Geschwister ausreichend attraktiv ist. Hier sind viele kreative Möglichkeiten denkbar und sind der individuellen Situation geschuldet.

 

Phase V: Erarbeitete Lösungen in der Realität überprüfen

Nun sind für jedes Thema auf der zu anfangs erstellten Themenliste Lösungen erarbeitet und in den Mediationssitzungen dokumentiert worden. Diese erarbeiteten Lösungen brauchen jedoch erfahrungsgemäß etwas Bedenkzeit außerhalb der gemeinsamen Sitzungen. Sie müssen von den Medianten in der Realität überprüft werden, denn diese Lösungen müssen sich schließlich in der Realität bewähren. Vielleicht ist es auch nötig, sich in dieser Phase rechtlichen Rat für einzelne Punkte einzuholen, um nicht leichtfertig Nachteile in Kauf zu nehmen. Ist dies ausreichend für alle Medianten geschehen, beginnt Phase VI mit der nächsten Sitzung.

 

Phase VI:  Gestaltungsphase, schriftliche Schlussvereinbarung

Die Medianten haben sich über alle zu besprechenden Punkte ausführlich ausgetauscht, haben ihre Interessen dargestellt, haben gemeinsam Lösungen für jedes Thema erarbeitet, haben ggfs. rechtlichen Rat eingeholt  und die erarbeiteten Lösungen in der Realität überprüft.

Sind alle Medianten mit den gefundenen Lösungen alle einverstanden, wird eine Schlussvereinbarung erstellt, die alle gefundenen Lösungen beinhaltet.

 

Phase VII: Unterzeichnung / Ende der Mediation

Diese Schlussvereinbarung muss nun der anwaltlichen bzw.  der notariellen Überprüfung zunächst standhalten. Ist dies geschehen, kann diese von allen MediantInnen unterschrieben werden. Der Mediationsprozess ist damit beendet.

 

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